Uganda: Mozarts Musik und Uganda

Im Rahmen des 99. Katholikentags in Regensburg ist ein großes Benefizkonzert „Himbisa Mukama“ in Vorbereitung, in dem die Musik zweier Kontinente zusammenkommt. Der ugandische Kirchenmusiker Joseph Wasswa hat einen Projektchor zusammen-gestellt und will Mozarts „Krönungsmesse“ und von afrikanischem Rhythmus bestimmte geistliche Musik erklingen lassen, begleitet von einem klassischen Orchester und einer Percussionsgruppe. Er möchte „die Seelenverwandtschaft“ der verschiedenen Mu-sikarten aufzeigen und die Universalität der Musik verständlich machen. Nach weiteren Konzerten in Deutschland brechen die Projektteilnehmer zu einer Konzert- und Safarireise nach Uganda auf.  23.05.2014

Nigeria: Den Frieden suchen

Präsident Jonathan lehnt bis jetzt jegliche direkte Verhandlung mit Boko Haram ab, doch Erzbischof Ignatius Kaigama, in dessen Bischofsstadt Jos eines der letzten schweren Attentate mit 120 Toten stattfand, glaubt, dass „letztlich nur Reden gegen den Terror hilft“. Auch die verschleppten Mädchen könnten nur durch Kontaktaufnahme gerettet werden. Präsiden Obama hat neben der Luftauf-klärung auch Bodentruppen für die Suche zur Verfügung gestellt. Der Dialog sei aber immer noch „die stärkste Waffe“.  23.05.2014

Burundi: Entfernte Vorbereitungen

Für Regierung und Opposition ist die Zeit vor dem Wahljahr 2015, wenn über Präsidenten und Parla-ment abgestimmt wird, aufreibend. Schon vor einem Jahr wurde Journalisten per Gesetz ein Maulkorb verpasst. Präsident Pierre Nkurunziza liebäugelt mit einer in der Verfassung nicht vorgesehenen dritten Amtszeit. Einschüchterung der Bevölkerung gehen weiter. Das Gerücht, dass die Regierungspartei die Mitglieder ihrer Jugendliga mit Waffen versorgt, ist furchterregend. Nkurunziza dementiert, doch die UNO weiß mehr; deshalb will man sie ausschließen. Dabei ist das einzige Ziel der UNO-Beauftragten ein “stabiles, friedliches Burundi“.  23.05.2014

Südafrika: Zuma macht weiter

Nach dem Sieg seiner Partei, dem ANC, wurde Zuma erwartungsgemäß für eine zweite Amtszeit von fünf Jahren gewählt. Obwohl er viele Wähler enttäuscht hat, blieben die meisten dem Anti-Apartheid-Kämpfer Nelson Mandela und seinen Idealen treu. Die neue Linke erschien zur ersten Parlamentssitzung, verkleidet als Bergleute und Hausmädchen, um ihre Unterstützung für die Arbeiterklasse und die Armen zu demonstrieren. Die Economic Freedom Fighters (EFF), vom Unruhestifter Julius Malema gegründet, werden lautstark mitreden, sind aber zu wenige, um die radikalen Wahlversprechen einzulösen.  22.05.2014

Sierra Leone: Schlimmer als Zwangsarbeit

Eine Gruppe von 28 afrikanischen Migranten, 24 aus Sierra Leone, die andern aus Ghana, wurden als Sklaven auf einem chinesischen Fischerboot gehalten. Sie hatten einen Arbeitsvertrag unter-schrieben; dann wurden ihre Papiere konfisziert. Sieben Monate gab es keine Bezahlung, nur Arbeit, knappes Essen, Seewasser zum Trinken, Prügel und Misshandlung. Ihr schlechter Zustand wurde festgestellt, als sie in Montevideo an Land gingen. Es war ihr Glück, dass ein dort ansässiger Afrikaner beim Auswärtigen Amt und bei der Schifffahrts-behörde Hilfe für seine geschundenen Landsleute suchte. Die Männer werden jetzt in zwei uruguayischen Krankenhäusern behandelt.  22.05.2014

Kinder gerettet

Unter den 1000 Migranten, die die italienische Mari-ne binnen zwei Tagen vor Italiens Südküste gerettet hat, waren 170 Kinder. Die Anzahl unbegleiteter Minderjähriger sieht die Gruppe „Save the Children“ als Grund zu großer Sorge, da keine adäquaten Vorrichtungen zu ihrem Schutz bestehen.  21.05.2014

GuineaBissau: Ex-Finanzminister Vaz gewinnt

Man hoffte, dass diese Wahl nach dem Putsch vor zwei Jahren endlich Stabilität bringen würde, doch weitere Konflikte zeichnen sich ab, da der Verlierer das Ergebnis nicht annimmt. Schwache Strukturen und ein Wirrwarr von Inseln und unkontrollierten Mangrove Buchten machen das Land ein Paradies für Schmuggler, meist Drogen von Südamerika. Seit der Unabhängigkeit von Portugal in 1974 hat noch kein Präsident dieses instabilen Landes eine volle 5-jährige Amtszeit geschafft.  21.05.2014

Malawi: Erster Test für die Regierungschefin

Heute sind 7,5 Mio. Malawier aufgerufen, Präsident, Parlament und Lokalregierung zu wählen. Korruptionsskandale, das langsame Wachstum und die große Armut überschatten die Wahl. Die von Frau Banda unternommenen Reformen waren nicht effektiv genug; auch konnte sie das Einfrieren der Entwicklungshilfe von 150 Mio. Dollar nicht aufhal-ten. Trotz der guten Ansätze der „Hoffnungsträgerin“ bleibt Malawi eines der am wenigsten entwickelten Länder, auf dem UN-Entwicklungsindex Rang 170 von 187 Ländern.  20.05.2014

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Kenia: Touristenzahlen schrumpfen

Niger: Studentenproteste

Südsudan: Heute Geberkonferenz

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Angola: Erste postkoloniale Volkszählung

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Libyen: Turbulenzen auch in Tripolis

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